SOS – Save Our Souls

von Peter Becker

Donnerstag, 10.04.2014

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Auch das Internetzeitalter braucht den Amateurfunk.

Es gibt so Abkürzungen, die gehen einem ganz flott über die Lippen. "SOS" zum Beispiel. Und dann kommt einer um die Ecke und fragt: "Sag mal, was heißt das eigentlich 'SOS'?"  

SOS bedeutet: Save our Souls – Rettet unsere Seelen. Oder: Save our Ship – Rettet unser Schiff. Vor 110 Jahren im April wurde dieses Notzeichen bei der Deutschen Kriegsmarine eingeführt.

Das Notzeichen basiert auf Morsezeichen, welche noch heute von Funkamateuren benutzt werden. Weltweit gibt es etwa 2-3 Millionen Funkamateure, davon in Deutschland etwa 80 000. Dem Amateurfunk sind weltweit eigene Frequenzen und Frequenzbereiche zugewiesen, auf denen alles stattfindet. Um am weltweiten Funkverkehr teilnehmen zu dürfen, müssen sich Funkamateure einer staatlichen Prüfung unterziehen, die die Bundesnetzagentur abnimmt.

Peter Becker ist aus Überzeugung Amateurfunker. Er findet diesen Dienst gerade im Internetzeitalter unverzichtbar:

"Denn auch wenn es weltweit viele Kommunikationswege gibt, manchmal funktionieren die nicht, oder sie werden aus politischen Gründen gekappt. Da geht Amateurfunk immer noch, weltweit und über alle Grenzen hinweg. Das war zu Zeiten des Eisernen Vorhangs so und das ist auch heute so– zu Zeiten von Abschaltung von Internetdiensten wie jüngst in der Türkei. Amateurfunk war und ist grenzüberwindende Völkerverständigung. Auch deshalb mache ich da als Christ mit."

 

Donnerstag, 10.04.2014